Die Würde des Menschen...

Amnestyfilmreihe

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Dass das nicht überall auf der Welt und nicht für alle gilt ist uns allen bekannt. Nur: ist es uns auch wirklich bewusst? Es lohnt sich, ein Augenmerk auf Missstände zu richten und zu versuchen, die Hintergründe zu verstehen. Genauso lohnt es sich aber auch, positive Beispiele zu betrachten und sich Mut machen zu lassen von lebensfrohen Ideen, tatkräftigen Menschen und hoffnungsvollen Zukunftsvisionen. In Zusammenarbeit veranstalten daher die Amnestygruppe Ammersee und die Kinowelt die Filmreihe „Die Würde des Menschen...“. Zu den Filmen gibt es kurze Einführungen, oft auch mit Gästen speziell zu den einzelnen Filmen.

Am 22.10.2026 um 20:00 Uhr!
Am 22.10.2026 um 20:00 Uhr!

Lieblingsmenschen

Amir, ein 28-jähriger schwuler Flüchtling aus dem Iran, trifft auf Agnes, eine lebhafte 101-jährige Berlinerin. Sie beschließen, zusammenzuziehen. Was als ungewöhnliche Wohngemeinschaft beginnt, entwickelt sich zu einer tiefen Freundschaft, die die kulturellen und altersbedingten Grenzen sprengt. Dabei lernen sie nicht nur voneinander, sondern finden auch neue Freude und Lebensmut. Eine wahre Geschichte über unerwartete Freundschaft und die Wunder, die das Leben bereithält.

Am 19.11.2026 um 20:00 Uhr!
Am 19.11.2026 um 20:00 Uhr!

Ein Nobody gegen Putin

Pavel "Pasha" Talankin ist Lehrer und Videograf an einer Schule in Karabasch, einer Industriestadt im Ural. Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine verändert sich der Schulalltag grundlegend. Patriotische Unterrichtseinheiten, Fahnenappelle und militärische Rituale halten Einzug. Pasha erhält den Auftrag, diese Entwicklung mit seiner Kamera für die Behörden zu dokumentieren. Während er die offiziellen Bilder filmt, hält er zugleich mit heimlich aufgenommenen Aufnahmen fest, wie sich die Schule Schritt für Schritt zu einem Instrument staatlicher Propaganda entwickelt. Über zwei Jahre begleitet Pasha den Wandel des Schulalltags und dokumentiert, wie Kinder und Jugendliche auf Krieg und Gehorsam vorbereitet werden und wie sich das Leben an der Schule unter dem Einfluss des Regimes verändert.

Am 17.12.2026 um 20:00 Uhr!
Am 17.12.2026 um 20:00 Uhr!

Noch lange keine Lipizzaner

Olga Kosanovic lebt seit ihrer Geburt 1995 in Wien - doch ihr Antrag auf die österreichische Staatsbürgerschaft wird abgelehnt. Warum? Sie war im Laufe ihres Lebens insgesamt 58 Tage zu lange im Ausland. Diese persönliche Erfahrung ist der Ausgangspunkt für eine kluge, humorvolle und vielschichtige filmische Auseinandersetzung mit den Themen Zugehörigkeit, Nation und Identität. Mit spielerischem Zugriff kombiniert der Film Dokumentation, Performance, Interviews und Archivmaterial. Die Regisseurin hinterfragt die Rituale rund um Staatsbürgerschaft und zeigt, wie absurd und willkürlich die Regeln oft sein können. Dabei nimmt sie auch nationale Mythen ins Visier - etwa das Symbol der Lipizzaner, die längst außerhalb Österreichs gezüchtet werden, aber wie kaum etwas anderes für österreichische Identität stehen. Durch Gespräche mit Jurist:innen, Philosoph:innen und Künstler:innen, wie u.a. Toxische Pommes, Judith Kohlenberger und Robert Menasse, hinterfragt Kosanovic mit scharfem Blick, wer dazugehören darf - und warum. Ihr Film ist ein kluges, sehr persönliches und zugleich universelles Plädoyer für ein offeneres Verständnis von Zugehörigkeit.

Am 21.1.2027 um 20:00 Uhr!
Am 21.1.2027 um 20:00 Uhr!

Albrecht Weinberg - Es ist immer in meinem Kopf

Albrecht Weinberg überlebt den Holocaust. Sechzig Jahre nach dem Exil in Amerika kehrt er in seine alte Heimat Ostfriesland zurück. Nicht, weil er Deutschland noch einmal sehen will, sondern weil er fast blind ist und auf Hilfe angewiesen ist. In Leer kommt er am vermeintlichen Ende seines Lebens an - und findet dort etwas, womit niemand mehr gerechnet hat: einen Neubeginn an der Seite von Gerda Dänekas, einst seine Pflegerin, nun seine Freundin und Mitbewohnerin. Zusammen sind sie die älteste WG Deutschlands. Und Albrecht beginnt zu erzählen: von seinem Leben, von "Mama" und "Papa", von dem, was bleibt, wenn alles verloren ging. Der Zuschauer erlebt, wie Schüler neben dem alten Mann im Rollstuhl hinknien und in Tränen ausbrechen, weil die Wucht seiner Geschichte kaum auszuhalten ist. Albrecht trägt das Grauen in seinem Kopf und im Herzen ein kindliches Vertrauen gegenüber den Menschen, die ihm begegnen. Zugewandt, liebevoll, immer neugierig und offen.

Am 18.2.2027 um 20:00 Uhr!
Am 18.2.2027 um 20:00 Uhr!

Das ist unser Land

Pauline arbeitet als Krankenschwester in einer Kleinstadt im strukturschwachen Norden Frankreichs. Sie kümmert sich um ihren Vater und zieht ihre beiden Kinder allein groß. Sympathisch und aufopferungsvoll wie sie ist, wird sie von allen gemocht. Ihre Glaubwürdigkeit will sich eine aufstrebende nationalistische Partei zu Nutze machen und wirbt sie als Kandidatin für die kommenden Bürgermeisterwahlen an. Der charismatische Arzt Dr. Berthier umschmeichelt Pauline und überredet sie zu kandidieren. In ihrem Beruf täglich mit sozialen Missständen konfrontiert, lässt sie sich von seinen populistischen Ansichten mitreißen, in der Hoffnung, in der Lokalpolitik etwas bewirken zu können. Ihr sozialistisch geprägter Vater ist bestürzt über den Gesinnungswandel seiner Tochter. Und diese muss bald erkennen, dass sie nur als hübsches Gesicht der landesweiten Wahlkampagne von Parteichefin Agnès Dorgelle dienen soll.

Am 18.03.2027 um 20:00 Uhr!
Am 18.03.2027 um 20:00 Uhr!

AZZA - Dem Patriarchat davonfahren

Wie kann Azza als saudische Frau ihre Unabhängigkeit gewinnen? Die Protagonistin des Films würde antworten: mit Geschick. Mit 16 verheiratet und heute Mutter von vier Teenagern, träumt sie von der Befreiung aus einer gescheiterten Ehe. Aus ihrer Familie ausgeschlossen und auf sich selbst gestellt, bemüht sie sich, ihre finanzielle Unabhängigkeit zu bewahren, indem sie als Fahrlehrerin für Frauen arbeitet. Hinter dem Steuer eines großen SUVs fühlt sie sich selbstbewusst und meistert - genau wie auf der Straße - die Hindernisse des Lebens: mangelnde Bildung, unsichere Arbeitsverhältnisse, Ausgrenzung durch die Familie und die Trennung von ihren Kindern. Sie tut alles, um sicherzustellen, dass ihre Töchter nicht das durchmachen müssen, was sie selbst erlebt hat. Sie träumt von einer Reise durch die Wüste. Dieses Abenteuer wird zu einer Möglichkeit, sowohl ihr Land als auch sich selbst zu entdecken. Das Autofahren erweist sich als Mittel zur Freiheit - genau wie für viele andere Frauen.

Am 15.04.2027 um 20:00 Uhr!
Am 15.04.2027 um 20:00 Uhr!

Zone 3

Paris, in der nahen Zukunft. Die Stadt der Lichter ist Vergangenheit. Geblieben ist eine in drei Zonen geteilte Metropole, die ihre Bewohner in privilegierte und ausgegrenzte Menschen teilt. Im Zentrum dieser dystopischen Gesellschaft steht ALMA, eine allgegenwärtige Künstliche Intelligenz, mit deren Hilfe die Polizei Recht und Ordnung durchsetzt. Als ALMAs Schöpfer ermordet wird, sollen Salia, eine Elitepolizistin aus Zone 2, und Zem, ein desillusionierter Cop aus Zone 3, die Ermittlungen aufnehmen. Doch je tiefer sie in den Fall einsteigen, umso mehr dringen auch die dunklen Geheimnisse des Systems ans Licht und bringen die scheinbar perfekte Welt ins Wanken.

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